Ortsverband Neuötting
Home Kontakt ju-bayern.de
 

Antrag Energiekonzept

vom 20. Juli2006

Junge Union fordert nachhaltige Energiepolitik der Stadt

Energieverbrauch und -kosten senken, "Schubladenpläne" vorbereiten

Anfang Juli diskutierte die Junge Union Neuötting zusammen mit dem Neuöttinger Energieberater Peter Pospischil und Herrn Martin Kaltenhauser von der Energieagentur Chiemgau-Inn-Salzach sowie mit Vertretern des JU-Kreisverbandes über die Energiepolitik der Kommunen sowie möglicher Einsparungen. Die Junge Union formulierte einen Antrag für den Neuöttinger Stadtrat sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Der JU-Ortsvorsitzender Dominik Asenkerschbaumer führte die Gründe auf, die die JU bewegten über diese Thematik zu diskutieren. Dies wären z.B. Ölknappheit und Versorgungsengpässe in der Zukunft aber auch die Kostenentwicklung im Energiebereich. "Durch eine regional nachhaltige Energiepolitik sind wir nicht von den Ölscheichs abhängig" so Asenkerschbaumer. "Und auch die Wirtschaftskraft bleibt in der ‚Region" fügte er hinzu.

CSU-Ortsvorsitzender und Stadtrat Veit Hartsperger stellte fest, das die Stadt für die eigenen Gebäude ein langfristiges Energiemanagement benötigt um die Kosten und den Verbrauch sinnvoll zu drosseln. "Wir brauchen auch schon jetzt Schubladenpläne, damit wir dann reagieren können wenn z.B. eine Heizung defekt ist. Wenn wir dann erst zu überlegen beginnen ist es zu spät - und es sollen nachhaltige Energieformen primär berücksichtigt werden, aber unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit".

Es sei sehr wichtig, das sich jede Kommune Gedanken über den derzeitigen Verbrauch von Energie macht erklärte Hr. Kaltenhauser und verwies auf zahlreiche Projekte bei denen 10 - 15 % der Energiekosten ohne einen Euro an Geldaufwand eingespart wurden. Auch über die Fördermöglichkeiten der Energieberatung und konkreter Bau- oder Sanierungsmassnahmen erläuterte der Projektleiter der Energieagentur Chiemgau-Inn-Salzach. Biomasse sei zudem Aufgrund der derzeitigen Öl- und Gasentwicklung in den meisten Fällen wirtschaftlicher und haben den Vorteil, das die gesamte Wertschöpfung im Lande bleibt schwärmte er. Dies wären z.B. Pflanzenöl, Biogas, Holz-, Hackschnitzel- oder Pelletsheizungen.

Peter Pospischil zeigte an kurzen Beispielen auf, was z.B. die Dachisolierung, Fassadendämmung oder auch Heizungssteuerung im Energieverbrauch eines Gebäudes ausmacht. Er erklärte auch, dass eine EU-Verordnung künftig stärker auf die Energieverbräuche von Liegenschaften achten wird. Der sogenannte Energiepass wird künftig für die Gebäude Pflicht und zwingt dann den Energiebedarf anzgeben - ähnlich wie z.B. der Energieverbrauchsklasse beim Kühlschank.

JU Kreisvorsitzender Martin Huber stellte fest, dass neben dem enormen Einsparungspotential der Energiekosten auch wegen der langfristige CO²-Minderung gehandelt werden müsste. Er erkundigte sich über mögliche Maßnahmen und Förderungen für den Wohnbaubereich. "in vielen Fällen gäbe es auch Einsparungspotential bei Gebäuden des Landkreises" so Huber

Als Ergebnis dieser Veranstaltung formulierte die JU Neuötting einen Stadtratsantrag für die Julisitzung.

Ziel ist die Energieeinsparung und mehr Nachhaltigkeit in der künftigen Energiepolitik für die Gebäude der Stadt.

Im Gespräch mit Energieberatern

Von Links: Dominik Asenkerschbaumer (JU-Ortsvorsitzender), Martin Kaltenhauser-Barth (Energie Agentur Chiemgau-Inn-Salzach),
 Peter Pospischil (Energieberater), Veit Hartsperger (CSU-Ortsvorsitzender und Stadtrat), Martin Huber (JU-Kreisvorsitzender)